terrapress

 

Werner Kurt Giesa:

Was "terrapress" einst war :

 

Die Anfänge von terrapress reichen bis zurück in die Schulzeit eines gewissen Werner K. Giesa, der später als Schriftsteller Karriere machte. Als Gymnasiast schrieb er damals, nur aus Spaß am Schreiben, Science Fiction-Stories, die in der Schulklasse herumgingen und von den Mitschülern mehr oder weniger begeistert gelesen wurden.

Auflage 1_Exemplar, mit der Hand geschrieben, mit selbstgezeichneten Titelbildern, und das alles in der äußeren Form von Heftromanen, mit einem Umfang von 12-16 engbeschriebenen Seiten.

 

Um das Ganze etwas "lebensechter" aussehen zu lassen, bekamen die Hefte natürlich auch einen "Verlag". Und der hieß eben "terrapress". Naheliegend, weil es sich ja um Science Fiction handelte und darin der lateinische Name terra für die Erde sich längst eingebürgert hatte. Wofür press steht, dürfte eigentlich auch klar sein.

 

Mit der Zeit wurde das "Programm" - inzwischen per Schreibmaschine, aber immer noch mit Auflage_1 - ausgeweitet auf Fantasy, Grusel und auch Western; zugleich wurden die Titelbilder freizügiger, d.h. kaum ein Heft kam noch ohne mehr oder weniger nackte Mädchen auf dem Cover aus. Zugleich hielt der Sex auch in den Geschichten selbst Einzug. So entstanden einige hundert dieser kleinen Heftchen ...

 

Kurz vor dem Abitur erfolgte eine beachtliche Ausweitung, denn inzwischen hatte sich ein kleiner, illustrer Kreis von SF-Freunden aus Lippstadt zusammen gefunden:

W.K.Giesa, Ernst Albert, Manfred Pinzke, Karl-Heinz Friedhoff

(im Bild von links nach rechts)

 

Zusammen mit Ernst Albert wurde ein Spiritus-Umdrucker gekauft. Fortan wurden die Geschichten nicht mehr auf normales Papier, sondern auf Carbonmatritzen getippt, und für die Titelbilder standen immerhin sieben verschiedene Farben zur Verfügung.

Die Auflage stieg von "1" auf "variabel", und das SF-Fandom wurde von nun an mit terrapress-Publikationen förmlich überschwemmt, zu denen jetzt nicht nur die Lippstädter SF-Fans, sondern auch Fans aus der ganzen Bundesrepublik ihre Stories beisteuerten.

 

Aus "terrapress" wurde der "nichtkommerzielle Fan-Verlag terrapress" (unter der Regie von W.K.Giesa, während seine Partner K.-H.Friedhoff und Manfred_Pinzke finanzielle Unterstützung leisteten und Partner Ernst_Albert für die drucktechnische Abwicklung zuständig war, der seine Abteilung augenzwinkernd "rapide-druck gmbh & co.kg" nannte - natürlich von einer echten Firma weit entfernt.)

 

Als dann zum Ende der 1970er Jahre W.K.Giesas Wechsel vom Fan- zum Profi-Autor erfolgte, blieb für diese Fan-Produktionen immer weniger Zeit, so dass sie bald eingestellt wurden.

Die Erinnerung an terrapress ist aber immer noch präsent - Stories tragen für gewöhnlich den Vermerk:

Copyright © by Werner K. Giesa & terrapress.