|
Wie
entstand der SFCD
?
Der
SFCD wurde am 4.
August 1955 von dem Science-Fiction-Autoren
Walter Ernsting (alias Clark Darlton),
Trude
Ernsting,
Julian Parr,
Raymond Zinke
Gallun und dem Verlagsredakteur
Walter Spiegl in
einer - namentlich nicht mehr bekannten
- Kneipe in Frankfurt
am Main gegründet.
Aus
der Ferne leistete der US-Amerikaner
Hugo_Gernsback
Unterstützung
und der bekannte SF-Fan Forrest_J._Ackermann
("Mister Science Fiction") stieß
später ebenfalls hinzu.

-
Julian Parr, Raymond Z. Gallun, Walter Ernsting
-
Die
Vorarbeit hierzu leistete Walter Ernsting
mit der Leserbriefspalte "Meteoriten",
die laufend im UTOPIA-Magazin und im UTOPIA-Großband
des PABEL-Verlages erschien.

Sein
Vorbild war Hugo Gernsback, der
das Genre unter dem Begriff "Science
Fiction" bekannt machte und in den USA mit seinem Magazin
AMAZING bereits eine große SF-Fangemeinde
gebildet hatte.

Walter
Ernsting erhoffte sich mit der Aktivierung
der SF-Leser in Deutschland größere
Auflagen für UTOPIA, verfolgte aber
auch das Ziel, die SF im bundesdeutschen
Raum endlich allgemein salonfähig zu
machen, denn damals fristete diese Literatur
noch ein belächeltes Schattendasein
und ihre Anhänger galten als Spinner
und Phantasten.
Man
kann sagen, dass die Gründung des SFCD
im Jahre 1955 die Geburtsstunde des deutschen
SF-Fandoms war, denn in der Anfangszeit
spielte sich die Aktivität von (west-)deutschen
Science-Fiction-Fans tatsächlich hauptsächlich
im SFCD ab.

SFCD-Mitglieder
- 2. September 1956
|